Mittwoch, 10. Februar 2010

Spannendes "Zeitgeschehen" aus meinem Alltag

 
Natural Horsemanship bedeutet für mich momentan Entwicklung, Fortschritt und Erkenntnis.

Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass ich mich in manchen Situationen dem Pferd zuliebe gegenüber anderen durchsetzen muss. Dies ist meine persönliche Entwicklung.

Außenstehenden zu sagen: "Nein danke, ist lieb gemeint, aber ich brauche jetzt gerade keine Hilfe." Es ist manchmal sehr schwer, den Leuten klar zu machen ,dass mein Pferd auch schon mal etwas Zeit benötigt, um sich ein fremdes Ding anzuschauen. Dass es dann nicht gepuscht werden sollte, dass man nicht am Strick ziehen muss oder es von hinten treiben sollte.

Das Zeitgefühl ändert sich im Laufe eines NH-Studiums. Anfangs hat man schon nach kürzester Zeit (oft sind es nur Sekunden) keine Geduld mehr, heute schaffe ich viele Minuten zu warten. Ich kann eintauchen in die Pferdewelt und meine Uhr fängt an, sich anzupassen...

Wie beispielsweise morgens in der Früh. Mit meinen beiden lieben schwarzen Jungs, die gerne etwas trödeln und dann das Spielchen spielen: "Ob wir es wohl schaffen, ihre Füße zu bewegen, wenn wir nur lang genug am Hallenausgang warten?" Ich stehe mit Bubble, der immer gerne in meiner Nähe ist schon auf dem Hof und warte.... Bin ich allein, gewinne ich das Spiel, sind andere Leute im Spiel, haben DIE meist keine Zeit und wollen mir "helfen" und greifen nach den Beiden und ziehen sie aus der Halle. *seufz*


Fortschritt kommt manchmal unverhofft. Einiges will man forcieren und bekommt nichts oder gar Rückschritte. Hat man dagegen Geduld und wartet ab, bekommt man in manchen Momenten riesige Geschenke und weiß manchmal gar nicht, womit man es verdient hat. *ggggg*

Pferde haben selten Termine (außer vielleicht zur Essenszeit *g*). Die haben den ganzen Tag Zeit. Wozu sollten sie sich dann also beeilen? Schnell zurück in die Box? Wohl eher nicht! Also muss man genießen, was man gerade geboten bekommt.