Samstag, 26. Juni 2010

Nachdenkenswert...

 

Mit Kiri spiele ich leider nicht oft. Sie steht in der Reihe meiner Spielpartner eher im unteren Drittel und so entdecke ich bei ihr immer noch Erstaunliches. Aufgrund meines angeschlagenen Knies ist es im Moment sowieso nicht weit her mit meinen Aktivitäten. Wenn dann gibt es ein wenig CG, ein wenig hier und da und dann geht es auch schon wieder nicht mehr. Trotzdem hatten wir ein paar nette Runden auf der Wiese, wo natürlich das oberste Ziel des Pferdes das Gras ist. Ich hatte mit Bubble vorher schon den Deal gemacht - reinkommen und Einchecken per "Handschlag" und dann wird gefressen.

Kiri war weniger "kooperativ" und verwehrte mir den pferdischen Gruß. Trotz einiger Starthilfen drehte sie den Kopf beiseite oder verharrte an ihrem Platz. Am Ende ging ich etwas ratlos von der Weide und auf dem Paddock kam ich eher zufällig am Clicker vorbei. Ich dachte ok, ein Versuch ist es wert und siehe da, auf einmal war sie Feuer und Flamme. Hatte sie etwa gar nicht verstanden, wonach ich sie gefragt hatte? Ich war sehr erleichtert, dass ich diesen Versuch noch gemacht hatte und überlege zukünftig vielleicht mal öfter, ob es bei Irritationen dieser Art wohlmöglich wirklich an der Verständigung liegen könnte.
 

Montag, 21. Juni 2010

In eigener Sache *click*

 

Bei mir passieren auch ein paar Dinge. Leider bekomme ich momentan nicht hin, wenn ich etwas mache auch mal den Fotoapparat dabei zu haben, also gibt es derzeit keine Beweise.

Heute morgen habe ich auf unseren Heilpraktiker gewartet und drei der Lieben fragten nach ein bisschen Spiel. Ich saß noch schön auf meinem Quad wegen des kaputten Knies und hab den Clicker ausgepackt und die Tasche voll Leckerlies gefüllt.

Es ließ sich sehr gut an. Positiv ist vorallem zu bemerken, dass Kiri die Extrem-Introvertierte heute sogar mal die Gerte (mein Target) ins Maul genommen hat. Das ist ein enormer Fortschritt, da bisher Gerte immer sehr böse war in ihren Augen und meist nicht mal angeschaut wurde. Auch Waldi war "dabei", der so etwas bisher auch immer für viel zu gefährlich hielt.

Am Ende der Session hatte ich sieben Pferde ums Quad herum stehen, ordentlich in Reih und Glied und habe sie immer schön der Reihe nach geclickert. Es durfte nicht gedrängelt werden oder geschnappt. Jeder mußte warten, bis er dran war. Das fühlte sich schon genial an. Alle waren da, die Dominanten, die Ängstlichen, die Vorsichtigen und die Draufgänger. Alle waren hoch konzentriert und sehr motiviert. Leider kam dann der Heilpraktiker und wir mussten aufhören. Die Gruppe kam dann auch noch geschlossen mit mir runter, sodass wir ein wunderbar harmonisches Bild abgaben. *seufz*
 

Und dann gibt es heute noch einen toller Blogeintrag...

 

...von der Parelli-Instruktorin Ursula Schuster aus Tirol, der mir sehr gut gefallen hat.

Ursula Schuster erklärt was Pferde in unserer Gegenwart tun - oder auch nicht!
 

Steve Miller und Gaela

 

Ein tolles Video hat heute Steve in Facebook gepostet:

Steve und Gaela
 
Das inspiriert, seine eigenen Phasen zu überprüfen, weil seine Phase 1 ist einfach nur ein Traum! Da steckt so unglaublich viel Gefühl drin - meine Güte, hätte ich das auch gerne so!
 

Donnerstag, 17. Juni 2010

Ich habe es gewagt...

 

...und bin zufrieden, es endlich begonnen zu haben. Gestern war die erste Teststunde.

Wie es sich entwickeln wird? Ich habe eine leise Ahnung. Ich weiß sicher, dass es keinen Unterricht im klassischen Stil geben wird. Das machen schon sehr viele - mehr oder weniger gut - und da will ich mich nicht einreihen. 

Es gibt bestes Lehrmaterial fürs Selbststudium. Das muss ich nicht neu erfinden. Es gibt leider in unserer Region zu wenig gute Instruktoren, aber ok das kann ich nicht leisten in einer Qualität, dass ich dazu 100% ig stehen könnte.

Ich möchte die Leute eher aufwecken. Einen ersten Eindruck vermitteln, wie es anders gehen könnte und dann sagen: "So und nun geht Euren Weg."

Gestern habe ich mir pferdische Unterstützung mitgenommen. Habe meine beiden Kandidaten "fühlen" lassen und das war vom Grundsatz her erst mal sehr gut. Ich habe unserer "NH-ausgebildeten" Pferde hingestellt und habe Einiges mitten aus dem Programm gezeigt. Beispiel Kopf senken mit leichtem Handauflegen im Genick. Ist gut angekommen, da das oft genug beim Halfter und Trense anziehen ein Thema ist. Damit war das Eis gebrochen und alles andere ergab sich von allein.

Es ist schon ein Unterschied, ob man sieht, wie jemand etwas vorführt oder es selbst ausprobieren kann. Und wir wissen ja alle, wie schnell man sowieso schon bei NH erfolgreich sein kann und dann auch noch mit alten Pferdeprofis.... das hätte ich am Anfang auch gerne mal gehabt. Da musste man basteln und wusste nie, ob es wirklich so richtig war oder sich so anfühlen musste.
 
Ansonsten muss ich jetzt anfangen zu sortieren. Muss überlegen, was gut und weniger gut war. In jedem Fall war es zu lang. Ich hatte vorher darüber nachgedacht, dass mir das nicht passieren darf und doch habe ich mich hinreissen lassen...viel zu viel Blabla. *g* Wie war das noch mit dem: " nicht die Köpfe so vollstopfen." *seufz*
 

Mittwoch, 16. Juni 2010

Urs Heer zitieren...

 

Heute kommt mal wieder ein Zitat zu meiner Sammlung - einfach weil es mir so gut gefällt. Es stammt aus der Newsletter von Hets4you und wurde geschrieben von "Urs Heer former Parelli 4* Instruktor"

"Natural Horsemanship ist eine Reise zu einer Geisteshaltung.
Ich kann nicht nur dann mit meinem Pferd „natural“ sein,
spielen oder es reiten und danach wieder normal durch die Welt gehen.
Einen Horseman erkennt man.
Bevor ich ein besserer Horseman werden kann, muss ich zuerst einer sein."
Urs Heer
 


Samstag, 12. Juni 2010

Unterrichten??

 

Derzeit denke ich darüber nach, welche Wege bisher ungenutzt sind, Reitern NH näher zu bringen. Wobei es mir weniger um das Erteilen von Unterrichtsstunden geht wo sich die Interessenten schon bewußt fürs Erlernen dieser Philosophie entscheiden., sondern wie man dieses Thema in den Alltag eines europäischen "Durchschnittsreitstalls" integrieren kann, ohne es "beim Namen zu nennen". Wie bereitet man dieses Thema so auf, dass es keinen "Oppositionsreflex" beim Gegenüber auslöst?

Dazu erarbeite ich mir zunächst einmal ein allgemeines Konzept der Unterrichtserteilung. Diese weicht ja in der Regel schon von dem Unterricht in der normalen Reitschule ab. Hierbei fand ich eben folgenden netten Satz, der sowohl aufs Spiel mit dem Pferd, als auch für den Unterricht passt.

"Lehrer, stört die Kinder beim Lernen nicht!

Zu oft werden die Schüler vollgestopft mit Informationen, die das arme kleine Gehirn gar nicht verarbeiten kann. Die Lehrer sollten einfach mal den Mut beweisen und die Bereitschaft zeigen, die Kinder einfach mal machen zu lassen. Der Lehrer sollte dabei sein und sich als Fachkraft zur Verfügung stellen und auf Wissensfragen der Schüler reagieren.
 Als Lehrer muss man beachten, dass das Gehirn durch Information in Bewegung gesetzt werden muss. Die Information soll einen Prozess auslösen, der die Kinder animiert, selbst zu denken und selbst zu erfahren, denn dann kann man den optimalen Lerneffekt erreichen. Das Gehirn sollte sozusagen zum Spielen mit den Informationen angeregt werden."
 


Dienstag, 8. Juni 2010

Gefällt mir

 

"Um klar zu sehen, genügt oft schon
ein Wechsel der Blickrichtung"
Antoine de Saint-Exupéry
 


Montag, 7. Juni 2010

Und dann noch ein silbriges Tier

 

Mir fällt gerade ein, wir haben ja noch ein Familienmitglied im silbrigen Look:
 

Kami-Kaida
 

Multitasking und das Ärgernis mit dem Telefonieren

 

Bubble ist einfach unglaublich!

Eigentlich ist das doch nur ein Frauending, aber er schafft es mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Die Gefahr im Auge behalten und nebenbei erledigen, was Frauchen sagt...

Was will ich da machen? Ich muss immer wieder Aufgaben "erfinden" die seine Aufmerksamkeit so fesseln, dass er aufhört zu schauen. Ein schweres Unterfangen!

Er setzt mich schachmatt, weil er dabei so soft ist, dass ich nichts aber wirklich gar nichts zu beanstanden habe. Außer halt dass er dabei schaut und schaut und schaut. Da muss man nun die Nerven behalten und ihn nicht nötigen... Füße bewegen und zwar auf höchstem Niveau - damit er das überhaupt ernst nimmt.

Heute habe ich ihn rückwärts durch einen Oxer geschickt. Der war so eng, dass sich die beiden Ständer mit den Füßen berührten und er somit sogar noch seine Hinterfüße vorsichtig über die schrägen Füße der Ständer setzen mußte - und das bei unserem Klaustrophobiker. Ich glaub den Titel kann ich ihm inzwischen aberkennen! Links und rechts streiften die Ständer und die Stangen seine Flanken, aber das kratze ihn nicht sonderlich. Die eine Stange fiel dann zwar, aber ok, ging auch fast nicht anders.

Eigentlich sollte er nur mal seinen Popo reinschieben, aber da er keine Probleme zu haben schien, schickte ich ihn schrittchenweise weiter hinein.... und auf der anderen Seite feinsäuberlich wieder raus - und gleich nochmal wieder vorwärts zu mir zurück. Unwahrscheinlich!!!! Dabei hat er es trotzdem noch geschafft, in der Gegend herum zu glotzen...

Erst als er beim Figure 8 ganz alleine auf die Idee kam, anstatt drumherum, ganz ordentlich und in Zeitlupe über die eine liegende Tonne zu hüpfen, war ich zufrieden und habe abgebrochen. Es war zwar eigentlich nicht so gedacht, aber hier zählte seine Initiative, etwas kreativ zu unserem Spiel beizutragen, anstatt stressig herumzuschauen...

Dummerweise klingelte dann das Handy und ich habe kurz mit Stefan geredet und ihm gesagt, dass ich gerade nicht mit ihm reden könne, weil Bubble.... und da war er auch schon wieder weg... dummes Frauchen!!!!! Naja dann sind war auf dem Rückweg noch zwei Mal heftigst explodiert, wie es sich gehört für ein RB-Int, aber das war ja dann auch meine Schuld. Wird nicht wieder vorkommen.

Telefonieren ist erstmal verboten, wenn´s nicht sicher erscheint mit der Verbindung - zum Pferd!
 

Unser Hühnchen

 
Momentan widmen wir uns mal etwas mehr dem Nachwuchs
und so gibt es neue Fotos von der kleinen Maus.
 


Ach und Hanni hat ihre erste richtige Frisur bekommen.
Nun ist es langsam vorbei mit der Kindheit... *seufz*


Nur noch mal zur Erinnerung:


Das Engelchen in ganz klein.